31. Mai 2011
Wenn eine Versicherungsgesellschaft versäumt den „Versicherungswert 1914“ festzulegen und die Einschätzung dem Kunden überlässt, so kann sie sich später nicht darauf zurückziehen, dass Unterversicherung bestand und die Schadenerstattungssumme mindern. Eine so komplizierte Wertbestimmung wie die Ermittlung des Versicherungswertes 1914 hat die Gesellschaft selbst vorzunehmen oder sie durch einen Sachverständigen ermitteln zu lassen. Im vorliegenden Fall wurde sie zur Begleichung des gesamten Schadens verurteilt. mehr
14. April 2011
Studenten sind in den meisten Fällen über die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, und zwar solange sie in der Ausbildung sind. Dies gilt auch für ein Studium. Nun gehen die Meinungen nach Abschluss des „neuen“ Bachelor Studiums seitens der Versicherungen auseinander. Studiert ein mehr
31. März 2011
Wenn in einer Schadensanzeige der Kilometerstand eines gestohlenen Fahrzeuges falsch angegeben wurde, sich später herausstellt, dass das Fahrzeug mehr Kilometer auf dem Buckel hat, so ist die Versicherung von der Leistungspflicht befreit. Das hat jetzt das Landgericht Berlin entschieden. Vorausgegangen war der gemeldete Diebstahl eines Motorrades, dessen Besitzer im Schadensformular nur eine Kilometerleistung von 8.000 angegeben hatte. Das Motorrad hatte aber schon 11.000 km auf dem Tacho, wie sich später herausstellte. Dies sei ein „grobe Fahrlässigkeit“ urteilte das Gericht und entließ die Versicherung aus ihrer Zahlungspflicht. mehr
17. März 2011
Der Kunde hat nichts zu sagen
Eine KFZ Versicherung darf gegen den Willen ihres Versicherungsnehmers einen Schaden regulieren und ihn dann sogar in den Beitragssätzen hochstufen. Dies entschied das Amtsgericht München. Zur Begründung hieß es, dass der Ausgang des vom Versicherten angestrebten Prozesses gegen einen Unfallgegner ungewiss gewesen sei. mehr
15. Februar 2011
Wenn jemand einen Wasserschaden bei seiner Versicherung meldet und Kosten für Mängel geltend macht, die gar nichts mit dem Wasserschaden zu tun haben, dann riskiert er seinen gesamten Versicherungsschutz. Das entschied jetzt das Oberlandesgericht Celle. Vorausgegangen war ein Wasserschaden, den der Eigentümer eines Altbaus bei der Gebäudeversicherung geltend machte. Er hatte Rechnungen von ca. 12.000 Euro eingereicht. Davon entfielen ca. 2.000 Euro auf den Austausch von zwei verrosteten Heizkörpern und einer Duschwanne. Diese waren aber vom Wasserschaden gar nicht betroffen, sondern vorher schon reparaturbedürftig. Dies Versicherung weigerte sich den Schaden zu übernehmen und bekam letztlich recht. Der Versicherungsnehmer bleibt jetzt komplett auf seinem Schaden sitzen, da die Richter sein Verhalten als arglistige Täuschung werteten, auch Schäden geltend machen zu wollen, die nicht durch den Wassereinbruch entstanden waren. Dies führt wiederum zum Verlust des Versicherungsschutzes. mehr
19. Januar 2011
Ihre Versicherung muss auch dann zahlen, wenn Sie den Fahrzeugschein im Auto haben liegen lassen und das Auto gestohlen wurde. Das hat jetzt das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass der KFZ- Schein nicht von außen zu sehen ist und ein etwaiger Passant geradezu eingeladen wird, einen lukrativen Diebstahl zu begehen. Es gibt jedoch auch fahrerunfreundlichere Urteile; zum Beispiel aus dem Oberlandesgericht Celle und dem Landgericht Dortmund, die dem Fahrer grobe Fahrlässigkeit bescheinigten und entsprechende Klagen abwiesen. Besser ist es also in jedem Fall den Fahrzeugschein nicht im Handschuhfach liegen zu lassen. mehr
18. Januar 2011
Wenn Sie von einem kaufmännischen Beruf in einen Beruf mit überwiegend körperlicher Arbeit gewechselt haben, so zahlt unter Umständen die extra abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung doch nicht, wenn sie den Berufswechsel noch nicht „vollzogen“ haben. Dieses fragwürdige Urteil fällte jetzt das Landgericht Dortmund. Ein kaufmännisch Arbeitender war, nachdem er seinen neuen Job angetreten hatte, auf dem Weg zu seinem ersten Kunden verunglückt und seit dem so behindert, dass für ihn körperliche Arbeit unmöglich wurde. Er war jetzt zwar für körperliche Arbeit berufsunfähig, hatte aber die neue Arbeit noch nicht „vollzogen“. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nach Meinung des Landgerichtes zu Recht nicht. mehr
17. Januar 2011
Wenn ein Versicherungsvermittler eine Kundenberatung nicht ordentlich dokumentiert hat und das Beratungsprotokoll im Streitfall nicht vorweisen kann, so muss er entstandenen Schaden tragen. Das hat jetzt das Oberlandesgericht Saarbrücken entschieden und einen Versicherungsmakler für einen Fehler bei der Umstellung des Krankenversicherungsvertrages haftbar gemacht. Der Makler hatte ein Krankentagegeld in der Police gekündigt, dies nicht dokumentiert und muss nun 14.000 Euro Krankentagegeld ersetzen. mehr
29. September 2010
Dies entschied jetzt das Kammergericht Berlin. Die Enkel lebten sogar im selben Haushalt, wie die Großeltern. Nach den Bedingungen der Versicherer sind nur die direkten Nachfahren in solchen Versicherungen mitgeschützt. In diesem Fall würden nur die Kinder auch Versicherungsschutz genießen, wenn die Eltern eine Rechtsschutzversicherung abschließen würden. mehr
18. August 2010
Wenn ein Patient im Urlaub eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat und einen Herzinfarkt erleidet, muss die Versicherung trotzdem zahlen und kann sich nicht auf die „verschwiegene“ Vorerkrankung berufen. Das entschied jetzt das Oberlandesgericht Köln. Es ging um 24.000 Euro. Eine 71 jährige Frau erlitt beim Besuch des Schwiegersohnes im Ausland einen Herzanfall und musste operiert werden. Der Versicherer wollte nicht zahlen, da die Frau vor Jahren schon einmal einen Herzanfall gehabt hatte und zudem unter Bluthochdruck leide. In der Berufung ging das Urteil klar zu Lasten des Versicherers. Der Herzanfall sei nicht absehbar gewesen und demnach handele es sich um eine akute nicht vorher absehbare Erkrankung, für dessen Kosten der Versicherer infolge des erhobenen Versicherungsbeitrages zahlen muss. mehr
Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand mit unseren kostenfreien NewsFeed.
Abrufe des Premium-Netzwerkes im